Viele Ferkel sicher aufziehen: Erfolgreiche Ferkelproduktion am Betrieb Gaisberger
Julia und Markus Gaisberger haben ihren Betrieb in Naarn im Machlande (Oberösterreich) in wenigen Jahren konsequent weiterentwickelt. Aus einem geschlossenen Betrieb mit 40 Zuchtsauen entstand ein moderner Schweinezuchtbetrieb mit rund 200 Sauen und leistungsstarker Genetik. Durch gezieltes Management, dem Einsatz von Ferkelammen und eine abgestimmte Fütterung gelingt es, auch große Würfe sicher aufzuziehen und gleichmäßige Ferkel für die Vermarktung zu produzieren.

Struktur und Produktion am Betrieb
Am Betrieb Gaisberger wird im Drei-Wochen-Rhythmus mit vier Wochen Säugezeit produziert. Der Großteil der erzeugten Ferkel wird an fünf Mäster in der Region vermarktet, zusätzlich stehen am Hof rund 250 Mastplätze zur Verfügung. Die Futtergrundlage stammt überwiegend von den eigenen Flächen. Auf rund 60 Hektar werden Mais und Getreide angebaut, die am Betrieb als Futter eingesetzt werden. Der Mais wird als Ganzkornsilage konserviert, das Getreide wird mit der Konserviersäure JEITLER® CleanFeed Plus haltbar gemacht. Zusätzlich werden Zuckerrüben, Kraut und Zuckermais angebaut sowie Speisekürbisse direkt vermarktet.
Gezielter Bestandsaufbau und passende Genetik
Nach der Betriebsübernahme im Jahr 2018 wurde der Hof innerhalb kurzer Zeit weiterentwickelt und der Bestand deutlich ausgebaut. Mit dem Neubau eines Stalles entstand ein moderner Zuchtbetrieb mit klarer Ausrichtung auf leistungsstarke Ferkelproduktion. Aktuell besteht der Bestand etwa zur Hälfte aus DANIC® Sauen und zur anderen Hälfte aus PIC® Camborough Sauen. Nach dem Zukauf verbringen die Jungsauen zunächst einige Wochen in einem eigenen Quarantänestall, bevor sie etwa drei Wochen vor der Abferkelung in den Bestand integriert werden.
Ferkelmilch sichert hohe Aufzuchtleistungen
Die aktuellen Leistungsdaten zeigen den Erfolg des Systems: Im Schnitt werden 15,9 Ferkel lebend geboren und 14,6 Ferkel pro Wurf abgesetzt. Einen wesentlichen Beitrag zu den geringen Saugferkelverlusten leisten vier Pöttgers-Ferkelammen, die am Betrieb eingesetzt werden. Bei größeren Würfen werden die stärksten Ferkel ab dem dritten Lebenstag zu den künstlichen Ammen versetzt. Dort erhalten sie die Ferkelmilch NURImilk PRIME in einer Konzentration von 150 g pro Liter Wasser. Eine Amme kann bis zu 40 Ferkel versorgen, optimal funktioniert das System jedoch mit etwa 30 Tieren. „Mit der NURImilk PRIME sind wir voll zufrieden. Keine andere Ferkelmilch, die wir ausprobiert haben, hat bei uns so gut funktioniert. Durch dieses System bringen wir wirklich viele Ferkel durch – gerade bei den Ammen sind die Verluste minimal“, berichtet Markus Gaisberger.
Frühzeitige Futteraufnahme als Erfolgsfaktor
Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, dass die Ferkel möglichst früh zu fressen beginnen. Bereits in der Abferkelbucht wird ein Prestarter angeboten, und auch das Absetzfutter lernen die Ferkel schon in dieser Phase kennen. Zum Einsatz kommt der 50-Prozenter NURIwean e-FIFTI, der mit hofeigenem Getreide und Mais kombiniert wird. Nach dem Absetzen bleiben die Ferkel noch etwa eine Woche in der Abferkelbucht. Dadurch wird zusätzlicher Stress vermieden und die Futteraufnahme stabilisiert. Durch die bereits gewohnten Mutter-Kind-Tränken ist auch die Wasseraufnahme hoch – ein entscheidender Faktor in dieser sensiblen Phase. Anschließend werden die Ferkel nach Gewicht sortiert und über eine Airfeed-Fütterung am Langtrog versorgt. Leichtere Tiere erhalten länger das Absetzfutter, während bei schwereren Ferkeln früher auf das Aufzuchtfutter umgestellt wird. „Insgesamt läuft das Absetzen so wirklich problemlos“, zeigt sich Julia Gaisberger zufrieden.
Leistungsbetonte Aufzucht
In der weiteren Aufzucht setzt der Betrieb auf das leistungsstarke Mineralfutter e-QUATTRO TopMix. Zur Erhöhung der Energiedichte im Futter wird JEITLER® MegaFat eingesetzt, während JEITLER® FerkelFaser durch ihre ausgewogene Rohfaserzusammensetzung die Darmentwicklung sowie das Mikrobiom unterstützt. Ergänzend kommt BIOMIN® SCC zum Einsatz, das die Vermehrung von Streptokokken unterbindet und so zur Tiergesundheit beiträgt. Mit durchschnittlich 33 kg Lebendgewicht verlässt der Großteil der Ferkel schließlich den Betrieb.
Optimierung als laufender Prozess
Ein besonderes Augenmerk legen Julia und Markus Gaisberger auf die Wasserversorgung. Das gesamte Tränkewasser am Betrieb wird mit Chlor behandelt.
Gleichzeitig werden die Tränken laufend optimiert, um die Wasseraufnahme zu erhöhen. Auch darüber hinaus wird die Produktion kontinuierlich weiterentwickelt. Aktuell wird eine neue Mahl- und Mischanlage mit Außensilos geplant. Perspektivisch wäre – abhängig von der Entwicklung der Baukosten – auch eine Erweiterung im Mastbereich denkbar. Leistungsseitig hat sich der Betrieb klare Ziele gesetzt: Künftig sollen 34 abgesetzte Ferkel pro Sau und Jahr erreicht werden.
Futtermittelexperte Johannes Dierneder und die Firma JEITLER bedanken sich für das langjährige Vertrauen und wünschen weiterhin viel Freude im Stall.