Trockene Maissilagen
Herausforderungen für die Fütterung
Trockene Maissilagen sind kein Ausnahmephänomen mehr – je nach Jahr und Witterungsverlauf treten sie regional regelmäßig auf. Hohe Temperaturen und wenig Niederschläge im Spätsommer führen dazu, dass Maisbestände früh abreifen und mit niedriger Feuchtigkeit geerntet werden. Maiskornsilagen (KMS) und Ganzkornsilagen (GKS) mit weniger als 25% Feuchtigkeit sind daher keine Seltenheit.
In der Folge entstehen Silagen mit hohem Trockensubstanzgehalt. Je trockener eine Silage ist, desto höher ist ihre Energiedichte. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Rezepturen auf den tatsächlichen Trockenmassegehalt anzupassen.
Darüber hinaus besteht bei trockenem Siliergut das Risiko, dass bei der Silierung die natürliche Gärsäurebildung stark reduziert wird, wodurch die Gefahr für Nacherwärmungen aufgrund von Hefen und Schimmelpilzen steigt.
Gärungsschwäche bei trockener Maissilage – Schimmel vorprogrammiert
Mit sinkendem Wassergehalt nimmt die Aktivität natürlicher Milchsäurebakterien ab – und damit auch die Gärqualität der Silage. Das Risiko für unzureichende pH-Absenkung, Nacherwärmung sowie das Wachstum von Hefen und Schimmelpilzen steigt dramatisch. Besonders problematisch ist, dass Schimmelbefall in trockenen Maissilagen oft nicht sofort sichtbar ist – die Folgen für die Tiergesundheit sind jedoch gravierend.
Schimmelpilze produzieren Mykotoxine, die bei Schweinen zu massiven Gesundheitsproblemen führen. Typische Symptome sind Verdauungsstress, aufgeblähte Schweine durch Gasbildung im Magen-Darm-Trakt, Leistungsdepressionen und im schlimmsten Fall komplette Futterverweigerung.
Siliermittel gezielt einsetzen gegen Schimmel
Eine stabile Silage ohne Schimmelbildung beginnt bei der Ernte. Für eine Absicherung direkt bei der Ernte empfiehlt sich der Einsatz von Konservierungssäure JEITLER® CleanFeed Plus oder der Einsatz von biologischem Siliermittel BIOMIN® BioStabil Mays HC in Abhängigkeit von der Erntefeuchtigkeit des Maises.
- Säurebasierte Konservierungsmittel wie JEITLER® CleanFeed Plus bieten zuverlässigen Schutz gegen Hefen und Schimmel, insbesondere bei trockener Maissilage mit hohem TS-Gehalt.
- Biologische Siliermittel wie BIOMIN® BioStabil Mays HC fördern durch die Kombination aus homo- und heterofermentativen Milchsäurebakterien eine rasche pH-Absenkung für optimale Gärung und hemmen so die Schimmelbildung.
Stabilisierung während des Jahres – wenn die Silage bereits problematisch ist
Auch wenn die Ernte bereits abgeschlossen ist und sich Probleme mit der Silagequalität zeigen, gibt es wirksame Lösungen. Während des Jahres stehen JEITLER® MultiCid (biotauglich) und JEITLER® CleanFeed Plus als Flüssigsäuren zur Stabilisierung suboptimaler Silagen zur Verfügung. Diese können direkt bei der Entnahme auf die Silage aufgebracht werden und hemmen das Wachstum von Hefen und Schimmelpilzen.
Die Pulversäuren BIOMIN® ProAktiv Plus und JEITLER® TopForte verbessern die Futterhygiene, wirken antimikrobiell und unterstützen dadurch die Tiere bei Verdauungsstress – besonders wichtig, wenn bereits aufgeblähte Schweine auftreten oder die Silagequalität zu wünschen übrig lässt.
Darüber hinaus sind Säuremodule im Mineralfutter sowie in Konzentraten und im Fertigfutter als Problemlöser verfügbar. Diese bieten eine kontinuierliche Absicherung über die gesamte Fütterung und stabilisieren den Verdauungstrakt auch bei suboptimalen Silagebedingungen.
Praktische Maßnahmen für qualitativ hochwertige Silage
Neben einem einwandfreien Siliergut ist es wichtig, das Erntegut gut zu verdichten und luftdicht abzuschließen. Zudem sollte bei der Entnahme auf eine kleine Entnahmefläche und ein entsprechender Vorschub geachtet werden, um Luftzutritt und damit Schimmelbildung zu minimieren.
Veränderte Inhaltsstoffe – eine Analyse gibt Aufschluss!
Trockene Maissilagen enthalten pro Kilogramm Frischmasse deutlich mehr Energie. Doch ohne genaue Kenntnis des tatsächlichen Trockenmasse- und Energiegehaltes kann diese Energie nicht gezielt in der Rationsgestaltung genutzt werden.
Deshalb ist eine Futtermittelanalyse unbedingt zu empfehlen! Nur so können Sie sicherstellen, dass Ihre Tiere optimal versorgt sind.
Weitere Produkte für Schweine
Hochwertiges Grundfutter ist die Basis für gesunde Tiere, hohe Leistungen und eine wirtschaftliche Schweinehaltung. Entscheidend dafür ist ein professionelles Silagemanagement, das sowohl Qualität als auch Stabilität der Silage sicherstellt.
Aus der Beratung
Fragen aus der Praxis
Fachwissen, das hilft: Unsere Expert:innen beantworten hier die wichtigsten Fragen aus der landwirtschaftlichen Praxis.
Trockene Maissilage erkennt man bereits bei der Ernte: Wenn Maiskornsilage (KMS) oder Ganzkornsilage (GKS) weniger als 25% Feuchtigkeit aufweist, gilt sie als trocken. Optisch zeigt sich trockene Maissilage durch bröckelige, staubige Konsistenz statt saftigem, kompaktem Material. Bei der Entnahme fällt oft eine schlechte Verdichtung auf – Luftnester und lockere Struktur sind typisch. Besonders kritisch: Trockene Maissilage riecht häufig muffig oder süßlich-gärig, ein Hinweis auf Hefen oder beginnenden Schimmelbefall. Wenn Sie zudem feststellen, dass die Silage sich schnell erwärmt oder aufgeblähte Schweine nach der Fütterung auftreten, sollten Sie umgehend eine Futtermittelanalyse durchführen lassen. Eine Laboruntersuchung gibt exakt Aufschluss über Trockensubstanzgehalt, pH-Wert, Gärqualität und mögliche Mykotoxinbelastung.
Schimmel in trockenen Maissilagen ist besonders gefährlich, weil Schimmelpilze Mykotoxine produzieren, die massive Gesundheitsprobleme bei Schweinen verursachen. Mit sinkendem Wassergehalt nimmt die Aktivität von Milchsäurebakterien ab – die pH-Absenkung ist unzureichend und Schimmelpilze sowie Hefen können sich ungehindert vermehren. Diese Mykotoxine schädigen die Darmschleimhaut, schwächen das Immunsystem und führen zu Verdauungsstörungen. Typische Folgen sind aufgeblähte Schweine durch erhöhte Gasbildung im Magen-Darm-Trakt, Durchfall, Leistungseinbußen und Futterverweigerung. Besonders tückisch: Schimmelbefall in trockenen Maissilagen ist oft nicht sofort sichtbar – er entwickelt sich im Inneren des Silostocks oder zeigt sich erst verzögert an der Anschnittfläche. Die Tiere reagieren jedoch bereits auf kleinste Mengen von Mykotoxinen mit Gesundheitsproblemen.
Aufgeblähte Schweine nach der Maisilage-Fütterung sind ein Alarmzeichen für Silageprobleme. Erste Maßnahme: Fütterung der betroffenen Maissilage sofort stoppen und auf alternatives Futter umstellen. Lassen Sie die Silage umgehend auf Gärqualität, Schimmelbefall, Hefegehalt und Mykotoxine untersuchen.
Kurzfristig können Sie die betroffenen Tiere durch Pulversäuren wie BIOMIN® ProAktiv Plus oder JEITLER® TopForte unterstützen – diese verbessern die Futterhygiene, wirken antimikrobiell und helfen bei Verdauungsstress. Auch Säuremodule im Mineralfutter oder Fertigfutter können als Problemlöser eingesetzt werden. Langfristig hilft nur qualitativ einwandfreies Siliergut: Setzen Sie bereits bei der Ernte Konservierungsmittel wie JEITLER® CleanFeed Plus oder BIOMIN® BioStabil Mays HC ein. Bei bereits geöffneten, problematischen Silagen können Flüssigsäuren wie JEITLER® MultiCid zur nachträglichen Stabilisierung eingesetzt werden.
Ja, trockene Maissilagen erfordern definitiv eine angepasste Fütterungsstrategie. Der entscheidende Unterschied: Trockene Maissilagen enthalten pro Kilogramm Frischmasse deutlich mehr Energie – oft 15-25% mehr als normale Maissilagen. Deshalb ist eine aktuelle Futtermittelanalyse zwingend erforderlich! Die Ration muss auf den tatsächlichen Trockenmassegehalt und Energiegehalt angepasst werden.
Wichtig ist auch die Kontrolle auf Schimmel und Mykotoxine. Eine Absicherung durch Mycofix® 5.E ist bei trockenen Maissilagen besonders empfehlenswert. Zusätzlich bieten Säuremodule im Mineralfutter, in Konzentraten oder im Fertigfutter kontinuierliche Unterstützung und stabilisieren den Verdauungstrakt auch bei suboptimalen Silagebedingungen.
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