Start Mykotoxine im Schweinefutter – Mykotoxikose bei Schweinen und Ferkeln vermeiden

Mykotoxine im Schweinefutter – Mykotoxikose bei Schweinen und Ferkeln vermeiden

Mykotoxine sind giftige Stoffwechselprodukte, die von Schimmelpilzen z.B. auf dem Feld (Fusarien, Feldpilze) oder bei unsachgemäßer Lagerung (Lagerpilze) gebildet werden. Schweine, besonders Ferkel und Zuchtsauen, reagieren sehr empfindlich auf Mykotoxin-belastetes Futter. Die Auswirkungen von Mykotoxinen in der Schweinefütterung sind sehr vielfältig. Sie schwächen das Immunsystem, die Tiere werden krankheitsanfälliger und die Leistungsfähigkeit sinkt. Mykotoxine belasten vor allem Darm, Leber und Nieren und können Fruchtbarkeit und Wachstum bei Schweinen und Ferkeln verringern.

Zearalenon (ZEN) – Gefahr für die Fruchtbarkeit bei Schweinen

Zearalenon (ZEN) ist ein häufig vorkommendes Mykotoxin, das bei Schweinen, besonders bei Jung- und Zuchtsauen, eine hormonähnliche Wirkung auslöst. ZEN und seine Abbauprodukte binden an Östrogenrezeptoren und stören den Hormonhaushalt – ein Zustand, der als Hyperöstrogenismus bezeichnet wird und das hormonelle Gleichgewicht stört.

Typische Auswirkungen von ZEN im Futter sind:

  • Umrauschen
  • Aborte und Todgeburten
  • Kleine Wurfgrößen
  • Rötung und Schwellung der Vulva
  • Reproduktionsstörungen

Besonders Jungsauen reagieren aufgrund ihres noch unentwickelten endokrinen Systems nochmals empfindlicher – Mykotoxine können die erste Rausche verspäten.

Deoxynivalenol (DON) – weit verbreitetes Mykotoxin bei Schweinen und Ferkeln

DON greift die Darmschleimhaut von Schweinen und Ferkeln an und behindert die Nährstoffaufnahme. Die höchsten Rückstände befinden sich in Galle, Nieren, Leber und Muskelgewebe. Typische Symptome bei DON-Exposition durch Mykotoxine sind Erbrechen, Wachstumsverzögerungen durch verminderte Futteraufnahme und -verwertung, Hemmung der Proteinsynthese, Störung der Darmbarrierefunktion, Störung des Immunsystems und eine verminderte Reproduktionsleistung.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich unterschiedliche Mykotoxine auf die Gesundheit und Leistung von Zuchtsauen auswirken.

Synergistische Wirkung von Mykotoxinen bei Schweinen und Ferkeln

Wussten Sie, dass nur rund 20% aller Schweinekrankheiten durch klassische Krankheitserreger (Viren, Bakterien, Parasiten) zurückzuführen sind? Rund 80% der Erkrankungen bei Schweinen und Ferkeln entstehen durch nicht-infektiöse Ursachen wie Managementfehler, Haltungsprobleme oder mangelhafte Futterqualität.

Mykotoxine treten selten einzeln auf. In der Praxis findet sich meist eine Kombination verschiedener toxischer Substanzen im Futter. Diese synergistischen Effekte verstärken die negativen Auswirkungen bei Schweinen und Ferkeln – selbst bei niedrigen Konzentrationen der einzelnen Mykotoxine.

Diagnose & Mykotoxin-Management bei Schweinen

Mykotoxikosen entstehen durch die Aufnahme oder durch den Hautkontakt mit Mykotoxinen. Die Symptome bei Schweinen und Ferkeln sind vielfältig und reichen von Immunsuppressionen bis hin zum Tod. Die Auswirkungen sind abhängig von:

  • Art und Menge des aufgenommenen Mykotoxins
  • Dauer der Exposition
  • Tierart, Geschlecht und Alter (Ferkel reagieren besonders empfindlich)
  • Zuchtlinie und genetischer Veranlagung
  • Gesundheits- und Ernährungsstatus
  • Management (Biosicherheit, Hygiene, Temperatur)

Diese Vielzahl an Faktoren erschwert die klare Diagnose, da Symptome oft unspezifisch sind oder mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Mykotoxine wirken zudem oft als „stille Vorbelastung“ – sie schwächen das Immunsystem und machen Schweine und Ferkel anfälliger für Rotlauf, Colibazillose, Salmonellose, Influenza, Pasteurellose sowie Streptokokken.

Mycofix® 5.E – Wissenschaftlich fortschrittlichster Mykotoxinschutz für Schweine und Ferkel

Mycofix® 5.E vereint drei Strategien zur Bekämpfung von Mykotoxinen mit patentierten Technologien und ist somit der wissenschaftlich fortschrittlichste verfügbare Mykotoxinschutz für Schweine und Ferkel.

1. Bindung: Eine Mischung aus Tonmineralien bindet selektiv Aflatoxine und Endotoxine.

2. Biotransformation: Eine einzigartige Kombination aus patentierten spezifischen Enzymen und biologischen Komponenten wandelt Mykotoxine in ungiftige, umweltverträgliche Metabolite im Verdauungstrakt der Tiere um.

3. Bioprotektion: Eine Kombination aus natürlichen Inhaltsstoffen unterstützt das Immunsystem von Schweinen und Ferkeln und wirkt dem schädlichen Effekt der Mykotoxine entgegen. Zusätzlich wird die Darmbarriere gegenüber negativen Mykotoxineinflüssen positiv unterstützt.

Einsatz: 0,25 – 0,5% des Alleinfuttermittels

Bewährte Sicherheit und Wirksamkeit unterstützt durch mehrere EU-Zulassungen (EU-Verordnung Nr. 1016/2013, Nr. 1060/2013, Nr. 1115/2014, Nr. 1568/2018 und Nr. 363/2021)

Aus der Beratung

Fachwissen, das hilft: Unsere Expert:innen beantworten hier die wichtigsten Fragen aus der landwirtschaftlichen Praxis.

Mykotoxine sind giftige Stoffwechselprodukte, die von Schimmelpilzen gebildet werden. Sie können bereits auf dem Feld durch Fusarien (Feldpilze) während der Wachstumsphase des Getreides entstehen oder bei unsachgemäßer Lagerung durch Lagerpilze. Besonders kritisch sind feuchte Bedingungen und Temperaturschwankungen, die Schimmelwachstum fördern. Schweine und Ferkel nehmen Mykotoxine hauptsächlich über kontaminiertes Futter auf – betroffen sind vor allem Mais, Weizen, Gerste und Soja. Häufige Mykotoxine in der Schweinefütterung sind Zearalenon (ZEN), das die Fruchtbarkeit stört, und Deoxynivalenol (DON), das die Darmschleimhaut angreift und die Nährstoffaufnahme bei Ferkeln behindert.

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Ferkel reagieren aus mehreren Gründen deutlich empfindlicher auf Mykotoxine als ausgewachsene Schweine: Ihr Immunsystem ist noch nicht vollständig entwickelt, wodurch sie anfälliger für die immunsuppressive Wirkung von Mykotoxinen sind. Die Darmbarriere von Ferkeln ist noch nicht vollständig ausgereift – Mykotoxine wie DON greifen die Darmschleimhaut an und beeinträchtigen die Nährstoffaufnahme massiv. Bei Ferkeln führt dies zu Wachstumsverzögerungen, verminderter Futteraufnahme und erhöhter Krankheitsanfälligkeit. Besonders in der kritischen Absetzphase, wenn Ferkel ohnehin unter Stress stehen, verstärken Mykotoxine die negativen Auswirkungen. Mykotoxine schwächen zudem das Immunsystem und machen Ferkel anfälliger für Sekundärinfektionen wie Streptokokken, Colibazillose oder Salmonellose.

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Eine Mykotoxinbelastung bei Schweinen zu erkennen ist schwierig, da die Symptome vielfältig und oft unspezifisch sind. Typische Anzeichen sind: verminderte Futteraufnahme und Wachstumsverzögerungen bei Ferkeln, Erbrechen (besonders bei DON-Belastung), geschwächtes Immunsystem mit erhöhter Krankheitsanfälligkeit, Fruchtbarkeitsstörungen bei Sauen (Umrauschen, Aborte, kleine Wurfgrößen durch Zearalenon), Rötung und Schwellung der Vulva bei Jungsauen und Durchfallprobleme durch geschädigte Darmschleimhaut. Problematisch: Mykotoxine wirken oft als „stille Vorbelastung“ und machen Schweine anfälliger für andere Erkrankungen wie Rotlauf, Streptokokken oder Influenza. Da meist mehrere Mykotoxine gleichzeitig vorkommen (synergistische Effekte), sind die Auswirkungen selbst bei niedrigen Konzentrationen deutlich. Eine Futteranalyse gibt Aufschluss über die tatsächliche Mykotoxinbelastung.

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Der wirksamste Schutz vor Mykotoxinen für Schweine ist Mycofix® 5.E, das drei Strategien kombiniert: Bindung von Aflatoxinen und Endotoxinen durch Tonmineralien, Biotransformation durch patentierte Enzyme, die Mykotoxine in ungiftige Metabolite umwandeln, und Bioprotektion durch natürliche Inhaltsstoffe, die das Immunsystem stärken und die Darmbarriere von Schweinen unterstützen. Die Einsatzmenge liegt bei 0,25-0,5% des Alleinfuttermittels. Zusätzlich wichtig: Futtermittel trocken und kühl lagern, regelmäßige Futtermittelanalysen durchführen, auf hygienisch einwandfreie Rohstoffe achten und Restfutter vermeiden. Besonders bei Ferkeln und Zuchtsauen ist ein konsequenter Mykotoxinschutz entscheidend, da diese Gruppen am empfindlichsten reagieren. Mycofix® 5.E ist durch mehrere EU-Zulassungen in seiner Wirksamkeit bestätigt.

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  • Vereint drei Strategien zur Bekämpfung von Mykotoxinen

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