Start Ferkeldurchfall und Ödemkrankheit erfolgreich vorbeugen

Ferkeldurchfall und Ödemkrankheit erfolgreich vorbeugen

Herausforderungen in der modernen Ferkelaufzucht meistern

Ferkeldurchfall und die gefürchtete Ödemkrankheit gehören nach wie vor zu den häufigsten und kostspieligsten Problemen in der Ferkelaufzucht. Neben der Fütterung steht und fällt erfolgreiches Absetzen mit dem passenden Management – und das beginnt bereits bei der Zuchtsau.

Warum Ferkel besonders anfällig für Durchfall und Ödeme sind

In den ersten Lebenstagen ist das Immunsystem der Ferkel noch nicht vollständig ausgereift – sie sind auf die passive Immunität über das Kolostrum der Muttersau angewiesen. Fehlt dieser Schutz, sind die Tiere anfällig gegenüber pathogenen Keimen wie E. coli, was sich in Form von Durchfallerkrankungen oder der Ödemkrankheit zeigt.

Das Absetzen: Kritische Phase für Ferkeldurchfall

Ein besonders kritischer Zeitpunkt für Ferkeldurchfall ist das Absetzen. Die plötzliche Trennung von der Sau, die Umstellung auf festes Futter und die neue Stallumgebung sind für Ferkel eine enorme Belastung. In dieser Phase reduziert sich die Futteraufnahme oft drastisch – gleichzeitig ändert sich die Zusammensetzung der Darmflora.

Die Enzymaktivität im Dünndarm von Ferkeln verändert sich mit dem Alter und bestimmt, welche Nährstoffe optimal verwertet werden. In den ersten Lebenstagen dominiert die Lactase, die Milchzucker (Laktose) aus der Muttermilch spaltet. Mit zunehmendem Alter nimmt ihre Aktivität ab, während Enzyme wie Maltase, Lipase, Amylase sowie Pepsin und Trypsin zunehmen. Gerade zur Zeit des Absetzens, mit etwa vier Lebenswochen, besitzen Ferkel eine vergleichsweise geringe Enzymaktivität im Dünndarm.

Von Durchfall bis Ödemkrankheit: Die Folgen mangelnder Darmgesundheit

Solche Veränderungen, besonders in der Absetzphase, machen die Tiere anfällig für Verdauungsstörungen und bakterielle Infektionen. In der Folge entwickeln sich häufig Absetzdurchfälle, die mit Leistungseinbußen und einem erhöhten Behandlungsbedarf einhergehen. Bei schweren Verläufen kann es zur Ödemkrankheit kommen, die durch toxinbildende E. coli-Stämme ausgelöst wird und zu Wassereinlagerungen sowie neurologischen Symptomen führt.

Besonders in der Absetzphase sind daher leicht verdauliche, enzymgerechte Futtermischungen wichtig, um Ferkeldurchfall vorzubeugen und die Darmgesundheit zu stabilisieren.

Ferkeldurchfall vermeiden – mit dem JEITLER® Absetz-Guide

Die gute Nachricht ist: Durch konsequente Managementmaßnahmen und die richtige Fütterungsstrategie lassen sich Ferkeldurchfall und Ödemkrankheit deutlich abmildern. Mit dem JEITLER® Absetz-Guide geht’s in 8 Schritten zur erfolgreichen Ferkelaufzucht ohne zinkoxidhaltige Tierarzneimittel.

Optimale Vorbereitung der Sau und der Abferkelbucht sicherstellen!

Gesundheitszustand der Sau überprüfen, auf eine gute Kondition und die passende Futterkurve achten, eine hohe Futter­quali­tät sicher­stellen (Absicherung gegen Mykotoxine durch Mycofix® 5.E!). Das JEITLER® Zuchtsauenkonzept bietet Lösungen für jeden Betrieb zur Unter­stütz­ung der Sauen für leichte Geburten, vitale Saugferkel, einen guten Start in die Lak­ta­tion und eine hohe Milch­leis­tung.

Die Abferkelbucht gründlich waschen, trocknen und des­infi­zieren (JEITLER® Stall­hygiene­konzept). Anschließend mit BIOMIN® Einstreu Plus die Buchten ein­streuen sowie mit positiver Mikroflora be­siedeln

Erstversorgung der Ferkel sorgt für einen guten Start!

Rasches Trocknen (BIOMIN® Einstreu Plus), Aufwärmen und Kolostrum­auf­nahme der Ferkel sicher­stellen. JEITLER® StabiWean liquid unterstützt die Ferkel von Anfang an.

Rechtzeitig mit dem Anfüttern beginnen!

Anfüttern der Ferkel neben der Sau ab der 1. Woche mit NURIstart Prestarter. Die Ferkel sollen einerseits „Fressen lernen“ und sich an die regelmäßige Aufnahme von festem Futter gewöhnen, andererseits „Verdauen lernen“, die Verdauungsenzyme werden trainiert und passen sich an pflanz­liche Nahrung an. Mehrmals pro Tag frischen Prestarter anbieten und auf Hygiene der Schalen achten!

Ziel: Aufnahme von 300 – 500 g Prestarter pro Ferkel neben der Sau, das entspricht ca. 3 Säcke Prestarter pro 10 Zuchtsauen.

Gründliche Vorbereitung der Absetzbuchten gewährleisten!

Gründliches Waschen, Trocknen und Desinfizieren (JEITLER® Stall­hy­gi­e­ne­konzept) der Ab­setz­buchten! Anschließend Einsatz von BIOMIN® Einstreu Plus. Strik­tes Rein-Raus im Flat­deck. Die richtige Temperatur ist essentiell und sollte zw. 28 und 31 °C liegen. Inten­sives Vor­heizen mit Heiz­kanone. Auf die richtige Bo­den­tem­pera­tur achten. Liege­ver­hal­ten der Ferkel beurteilen! Trink­wasser­quali­tät 1x pro Jahr über­prüfen, zusätzlich zu Tränke­nip­pel Wasser in Schalen anbieten!

Konstante Futteraufnahme in den ersten Tagen nach dem Absetzen ist das A&O!

Prestarter Fütterung 4 – 5 Tage über das Absetzen drüber. Jedes Ferkel sollte rund 1 kg Prestarter fressen, damit der Ver­dau­ungs­trakt schonend umgestellt wird. Al­ter­na­tiv bereits 1 Woche vor dem Ab­setz­en mit Ab­setz­futter beginnen. Ferkel grup­pie­ren, kleine Ferkel länger mit Pre­starter füttern. Rund um das Absetzen bis Tag 5 Futter- und Wasseraufnahme fördern. Tier-Fressplatz-Verhältnis 1:1 einhalten! Elektro­lyt­tränke mit BIOMIN® Weanolyte oder Ferkelmilch in Schalen zusätzlich anbieten. Trinken fördert die Futteraufnahme!

Überfressen vermeiden – Futterkurve ab Tag 5 drosseln!

Nach 4 – 5 Tagen langsame Umstellung auf hochwertiges Absetzfutter. Sobald die Ferkel gut wegfressen Futter­menge drosseln, Überfressen vermeiden! Futter­menge langsam steigern! Genaue Tier­be­ob­acht­ung: Machen die Ferkel einen ge­sun­den Eindruck?

JEITLER® Fütterungskonzepte unterstützen beim Absetzen ohne zinkoxidhaltige Tierarzneimittel!

Um das Immunsystem und die natürliche Barriere­funktion des Darms zu unterstützen sowie das Wachs­tum pathogener Keime zu hemmen, muss die Fütterung an die Ent­wick­lung des Ver­dauung­straktes angepasst werden.

Ziel: Hochwertiges Absetzfutter mit hoch­ver­dau­lich­en Kom­po­nen­ten und funk­tion­ellen Zu­sätzen sowie eine an­ge­passte Rations­ge­staltung

(wenn mehr Sicherheit gefordert ist: < 15,5 % Rohprotein, > 5 % Rohfaser mit JEITLER® FerkelFaser, etc.). Besondere Unterstützung in kritischen Phasen durch BIOMIN® Ein Fall für 2 und BIOMIN® StabiWean für ein stabiles Absetzen ohne zinkoxidhaltige Tierarzneimittel.

Die Absicherung in der Aufzucht sorgt für einen guten Start in die Mast!

Nach 10 – 14 Tagen langsame Umstellung auf hochwertiges Aufzuchtfutter. Während der Um­stellung vermehrt im Stall sein, genaue Tier­beo­bachtung. Wieder gilt Futter­menge drosseln, Überfressen vermeiden! Ab­sicherung und weitere Unter­stützung der Ferkel durch den Einsatz von JEITLER® Spezialitäten für eine optimale Ferkelentwicklung.

Ziel: gleichmäßige 30 kg Ferkel mit gutem Immun­system, stabiler Darm­flora, intakten Schwänzen und hohem Mager­fleisch­ansatz­vermögen für einen guten Start in die Mastphase.

Aus der Beratung

Fachwissen, das hilft: Unsere Expert:innen beantworten hier die wichtigsten Fragen aus der landwirtschaftlichen Praxis.

Ferkeldurchfall entsteht meist durch eine Kombination mehrerer Faktoren: Zum einen ist das Immunsystem junger Ferkel noch nicht vollständig entwickelt, wodurch sie anfällig für pathogene Keime wie E. coli sind. Zum anderen stellt das Absetzen eine enorme Belastung dar – die Trennung von der Sau, Futterumstellung und neue Stallumgebung führen zu Stress. In dieser Phase reduziert sich die Futteraufnahme drastisch, die Darmflora verändert sich und die Enzymaktivität ist noch gering. Weitere Ursachen sind mangelnde Stallhygiene, zu kalte Temperaturen, minderwertige Futterqualität oder Mykotoxinbelastung. Durch konsequentes Management und angepasste Fütterungsstrategien lässt sich Ferkeldurchfall jedoch deutlich reduzieren.

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Die Vorbeugung von Ferkeldurchfall beginnt bereits vor dem Absetzen: Ferkel sollten ab der ersten Lebenswoche mit hochwertigem Prestarter angefüttert werden, damit sie „Fressen lernen“ und „Verdauen lernen“. Jedes Ferkel sollte mindestens 300-500 g Prestarter neben der Sau aufnehmen. Die Absetzbuchten müssen gründlich gereinigt, desinfiziert und mit positiver Mikroflora (z.B. BIOMIN® Einstreu Plus) besiedelt werden. Entscheidend ist die konstante Futteraufnahme in den ersten 5 Tagen nach dem Absetzen – hier den Prestarter 4-5 Tage weiterfüttern. Zusätzlich sind optimale Stalltemperaturen (28-31°C in der ersten Woche nach dem Absetzen, dann schrittweise reduzieren), ausreichend Fressplätze (1:1) und die Ergänzung mit Elektrolyttränken wichtig. Leicht verdauliche, enzymgerechte Futtermischungen stabilisieren die Darmgesundheit.

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Die Fütterung ist der Schlüssel zur Vermeidung von Ferkeldurchfall und Ödemkrankheit. Entscheidend sind hochverdauliche Komponenten, die an die noch geringe Enzymaktivität der Ferkel angepasst sind. Ein gezielt reduzierter Rohproteingehalt (<15,5% bei erhöhtem Risiko) und erhöhter Rohfasergehalt (>5% mit JEITLER® FerkelFaser) entlasten den Darm und reduzieren das Nährstoffangebot für pathogene Keime. Funktionelle Zusätze wie BIOMIN® StabiWean unterstützen die natürliche Barrierefunktion des Darms und hemmen das Wachstum schädlicher Bakterien. Wichtig ist auch die Futterkurve: Nach dem Anfressen ab Tag 5 die Futtermenge drosseln, um Überfressen zu vermeiden – denn zu viel unverdautes Futter im Dickdarm fördert die Vermehrung pathogener Keime und begünstigt Durchfallerkrankungen.

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Ja, erfolgreiches Absetzen ohne zinkoxidhaltige Tierarzneimittel ist durch angepasstes Management und moderne Fütterungskonzepte möglich. Der Schlüssel liegt in der ganzheitlichen Betrachtung: Optimale Vorbereitung beginnt bereits bei der Zuchtsau (Gesundheit, Kondition, Mykotoxin-Absicherung mit Mycofix® 5.E), gefolgt von frühzeitigem Anfüttern der Ferkel und perfekter Stallhygiene. Hochwertige Absetzfutter mit leicht verdaulichen Komponenten und funktionellen Zusätzen unterstützen die Darmgesundheit natürlich. Spezialprodukte wie BIOMIN® Ein Fall für 2 und BIOMIN® StabiWean bieten zusätzliche Sicherheit in kritischen Phasen. Mit dem JEITLER® Absetz-Guide in 8 Schritten gelingt die Ferkelaufzucht ohne Zinkoxid – für gesunde, gleichmäßige 30 kg Ferkel mit stabilem Immunsystem und intakten Schwänzen.

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