Start Hohe Leistung auch im Sommer – wie geht‘s?

Hohe Leistung auch im Sommer – wie geht‘s?

Familie Friedl aus Unterlamm in der Südoststeiermark zählt österreichweit zu den besten Fleckviehzuchtbetrieben. Jahrelange Zuchtarbeit mit Fokus auf Milchleistung, Euter und Fundament zeigen sich in der Herdenleistung. Im Jahr 2011 wurde ein neuer Stall gebaut und ein Melkroboter angeschafft.

Betriebsspiegel & Leistungsdaten

  • 77 Fleckviehkühe
  • 120 ha zur Bewirtschaftung, davon 40 ha Mais, 10 ha Getreide, 7 ha Soja, 25 ha Feldfutter, 5 ha Kürbis, restl. 33 ha Dauergrünland
  • 13.242 kg Milchleistung, 4,22 % Fett, 3,47 % Eiweiß mit 1.015 kg Fett-Eiweiß Kilogramm
  • 387 Tage Zwischenkalbezeit, 4,7 Laktationen im Schnitt, 45.000 lt. Milchleistung im Schnitt beim Abgang der Kühe
Familie Friedl aus Unterlamm in der Südoststeiermark
Familie Friedl aus Unterlamm in der Südoststeiermark

Fütterung

Gefüttert wird eine aufgewertete Mischration, bestehend aus 50% Maissilage, 50% Grassilage, Biertreber und einem Eiweißkonzentrat. Über den Butler wird beim Anschieben mehrmals täglich eine Eigenmischung aus Mais, Weizen und Gerste vorgelegt. Milchleistungsfutter wird über eine Kraftfutterstation und den Melkroboter verabreicht.

quattroHEFE zur Absicherung der Leistung in der heißen Jahreszeit

Hitzeperioden gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit machten den Sommer 2024 zu einer großen Herausforderung für die Milchviehherde. Das schwülwarme Wetter hielt zudem bis Mitte September an. Betriebsführer Christian Friedl begann bereits im Mai 2024 mit der Fütterung von 100 g quattroHEFE pro Kuh und Tag über den Mischwagen. Diese 4-fach Hefe vereint den Nutzen vier verschiedener Hefeprodukte und sorgt dadurch für eine bessere Ausnutzung der Rohfaser, stabilisiert den pH-Wert im Pansen, steigert die Futteraufnahme und unterstützt das Immunsystem (mehr dazu auf Seite 4 & 5). „Trotz der schwül-warmen Witterung waren die zu erwartenden Probleme mit Gebärmutterentzündungen deutlich weniger und die Trächtigkeitsraten besser. Von 11 besamten Kühen im Sommer waren letztendlich 10 trächtig“, berichtet Christian Friedl. Zudem wurden Futteraufnahme und Grundfutterleistung durch den Einsatz der Hefe gesteigert: „Es konnte ein eindeutiger, positiver Einfluss auf die Futteraufnahme und die Schmackhaftigkeit festgestellt werden“.

Ziele und Ausblick

Das Hauptziel des Betriebes ist es, die Effizienz in der Milchviehhaltung hochzuhalten. Somit liegt der Fokus weiterhin in der Zucht auf hohe Leistungen und Eutergesundheit. Familie Friedl betreibt nebenbei das „Bauernhof Cafe Friedl“, wo Besucher gegen Voranmeldung regionale Produkte mit direktem Ausblick auf die Top Fleckviehzuchtherde im Stall genießen können.