Start Unruhe im Stall – Federpicken und Kannibalismus bei Legehennen

Unruhe im Stall – Federpicken und Kannibalismus bei Legehennen

Ursachen, Prävention und Fütterungslösungen

Federpicken und Kannibalismus sind wohl die bedeutendsten Verhaltensstörungen in der Legehennenhaltung. Dieses multifaktorielle Problem wirkt sich negativ auf Leistung, Tiergesundheit, Tierwohl und Wirtschaftlichkeit aus. Unruhe bei Legehennen ist oft der erste Vorbote für Federpicken und Kannibalismus und kann durch verpflichtender (längerer) Stallhaltung nochmals verstärkt werden.

Bei Geflügel spielt das Federkleid eine wichtige Rolle für den Schutz und die Isolierung des Körpers. Bei einem beeinträchtigten Gefieder ist es wichtig, die Ursache des Problems auf den Grund zu gehen, damit Unruhe, Federpicken und Kannibalismus bei Legehennen richtig gelöst werden können.

Ursachen für Unruhe und aggressives Verhalten bei Legehennen

Federpicken und Kannibalismus sind multifaktoriell und werden durch verschiedene Faktoren ausgelöst:

  • Junghennenqualität (Genetik, vollständige Befiederung, hohe Futteraufnahmekapazität)
  • Management (Tierkontrolle, gemischte Herden bedeuten ein Risiko für Unruhe und Kannibalismus)
  • Stallklima (flackerfreie Leuchtmittel, Belüftung, Verdunkelungsmöglichkeit)
  • Beschäftigung (Einstreu, Sandbäder, Schnabelabrieb durch Picksteine)
  • Tiergesundheit (Darmgesundheit, Milbenbefall, Krankheitsprophylaxe)
  • Tierbetreuung (Kontrollgänge)
  • Fütterung (Futteraufnahme, Nährstoffanpassung, Futterstruktur)

Richtige Fütterung zur Risikominimierung von Federpicken und Kannibalismus

Eine schlechte Befiederung durch Federpicken wirkt sich nachteilig auf die Futterverwertung aus, da die Legehennen zusätzliche Energie aus dem Futter aufwenden müssen, um den Wärmeverlust auszugleichen.

Nährstoffanpassung gegen Unruhe bei Legehennen

Ein Ungleichgewicht in der Nährstoffversorgung, z.B. durch einen Aminosäurenmangel, kann Stress und Unruhe bei Legehennen auslösen und Fehlverhalten wie Federpicken und Kannibalismus begünstigen. Einerseits entsteht es aus einer suboptimalen Nährstoffzusammensetzung des Futters, andererseits aus einer unzureichenden Futteraufnahme.

Futteraufnahme

Nehmen die Legehennen zu wenig Futter auf, führt dies meist zu einer Leistungsminderung sowie zu einer erhöhten Tendenz für Federfressen, Federpicken und Kannibalismus. Die Nährstoffgehalte müssen daher an die Futteraufnahme angepasst werden – d.h. bei einer verringerten Futteraufnahme muss die Nährstoffdichte im Futter erhöht werden.

Erstes Warnzeichen für Nährstoffmangel: Es liegen keine Federn am Stallboden. Die Hennen fressen sie auf, um den Methioninmangel (schwefelhaltige Aminosäure, in Federn enthalten) auszugleichen – ein deutliches Zeichen für beginnenden Kannibalismus.

Futterstruktur

Eine homogene Futterstruktur fördert eine gleichmäßige Nährstoffaufnahme bei Legehennen. Viele hohe und/oder feine Anteile fördern selektives Fressen und können zu einer Imbalance der Nährstoffversorgung führen, welche wiederum Unruhe und Fehlverhalten wie Federpicken auslösen kann.

Rohfaser

Bereits bei Junghennen fördern passende Rohfasergehalte im Futter eine gute Entwicklung des Verdauungsapparates und ermöglichen eine gute Futteraufnahme, auch im späteren Alter. Durch hohe Gehalte unverdaulicher Faserquellen wie BIOMIN® ADF werden Darmstabilität und Kotkonsistenz gefördert. Dies spiegelt sich in der Einstreuqualität wider und reduziert Unruhe bei Legehennen.

BIOMIN® Relax – Beruhigung bei Unruhe, Federpicken und Kannibalismus

Das bewährte Spezialprodukt mit seinen bewährten Komponenten hilft unterstützend bei Unruhe, Kannibalismus und Federpicken bei Legehennen:

  • Magnesium – positive entspannende Wirkung und verbesserter Muskelstoffwechsel reduziert Unruhe
  • Tryptophan – als Vorstufe des „Glückshormons“ Serotonin mit aggressionsmindernder Wirkung gegen Federpicken und Kannibalismus
  • Huminsäuren – darmberuhigend durch Schutz der Darmschleimhaut
  • B-Vitamine – regenerative und erholende Wirkung von Muskeln und Nerven
  • Antioxidantien – AOCforte mit natürlichen Antioxidantien aus Trauben und Rosmarin zur Unterstützung der körpereigenen Stressabwehr
  • Selen – unterstützt das Immunsystem der Legehennen

Einsatzempfehlung: 0,5% im Fertigfutter für 7-10 Tage

Vorbeugend zur Unterstützung bei Rationsumstellungen und Umgruppierungen oder bei akuten Problemen mit Unruhe, Federpicken und Kannibalismus.

Unruhe, Federpicken und Kannibalismus bei Legehennen – Ganzheitliche Lösung erforderlich

Unruhe, Federfressen, Federpicken und Kannibalismus gelten als multifaktorielle Probleme bei Legehennen. Da diese Thematik komplexe Ursachen hat, müssen Maßnahmen in Management, Fütterung, Haltung und Tiergesundheit getroffen werden. Bei akuten Fällen von Federpicken und Kannibalismus müssen Maßnahmen wie Lüftungseinstellung, Temperatur, Beschäftigungsmaterial, Parasitenbekämpfung, Futterstruktur etc. getroffen werden. Zusätzlich kann BIOMIN® Relax die Legehennen mit dessen ausgewogener Mischung an Inhaltsstoffen unterstützen und für Beruhigung im Stall sorgen – gegen Unruhe, Federpicken und Kannibalismus.

Aus der Beratung

Fachwissen, das hilft: Unsere Expert:innen beantworten hier die wichtigsten Fragen aus der landwirtschaftlichen Praxis.

Federpicken und Kannibalismus bei Legehennen sind multifaktoriell bedingt. Hauptursachen sind Nährstoffmangel, besonders Aminosäurenmangel (z.B. Methionin) – erstes Warnzeichen: keine Federn am Stallboden, da Legehennen sie auffressen. Unzureichende Futteraufnahme führt zu Leistungsminderung und erhöhter Tendenz für Federpicken und Kannibalismus. Inhomogene Futterstruktur fördert selektives Fressen und Nährstoff-Imbalance, was Unruhe auslöst. Weitere Ursachen: suboptimales Stallklima (flackerndes Licht), mangelnde Beschäftigung (fehlende Einstreu, Sandbäder), Gesundheitsprobleme (Milbenbefall, Darmprobleme), Managementfehler (gemischte Herden) und schlechte Junghennenqualität. Stress durch Rationsumstellungen oder Umgruppierungen verstärkt Unruhe und Federpicken bei Legehennen.

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Frühwarnsignale für Unruhe und Federpicken bei Legehennen sind: Keine Federn am Stallboden – die Hennen fressen sie auf, um Methionin-Mangel auszugleichen, ein deutliches Zeichen für beginnenden Kannibalismus. Erste kahle Stellen im Gefieder, besonders am Rücken, Schwanz oder Kloake. Erhöhte Nervosität und Hektik in der Herde – Legehennen zeigen vermehrte Unruhe. Verschlechterte Befiederungsqualität mit gebrochenen Federkielen. Verminderte Futteraufnahme oder selektives Fressen deutet auf Nährstoff-Imbalance hin. Blutige Stellen oder Wunden, die andere Legehennen zum Picken animieren und Kannibalismus auslösen. Je früher Unruhe und Federpicken erkannt werden, desto erfolgreicher sind Gegenmaßnahmen wie BIOMIN® Relax.

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BIOMIN® Relax wirkt gegen Unruhe, Federpicken und Kannibalismus bei Legehennen durch eine ausgewogene Mischung beruhigender Komponenten: Magnesium entspannt die Muskulatur und reduziert Unruhe, Tryptophan als Vorstufe des „Glückshormons“ Serotonin wirkt aggressionsmindernd und reduziert Federpicken und Kannibalismus, Huminsäuren schützen die Darmschleimhaut und wirken darmberuhigend, B-Vitamine fördern die Regeneration von Muskeln und Nerven, AOCforte mit natürlichen Antioxidantien aus Trauben und Rosmarin unterstützt die körpereigene Stressabwehr und Selen stärkt das Immunsystem der Legehennen. Einsatz: 0,5% im Fertigfutter für 7-10 Tage, vorbeugend bei Rationsumstellungen oder bei akuten Problemen. BIOMIN® Relax sorgt für Beruhigung im Stall und reduziert Unruhe, Federpicken und Kannibalismus effektiv.

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